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Gehirngerechtes Lernen?

Unser Gehirn ist für "soziales Lernen" angelegt. Es kann gar nicht anders. Unser Gehirn ist wie ein Orchester ohne Dirigenten. Und genau hier setzt das Lernen in Kooperationen an: Neurodidaktiker wissen inzwischen, dass die Neurone analog wie wir Menschen kommunizieren. Unser Gehirn nutzt seine interne Arbeitsteilung zur KOOPERATION. 

"Nur weil wir so verschieden sind, können wir uns so gut ergänzen"

Neurone und Menschen bilden Netzwerke, zeigen Arbeitsteilung und Heterogenität, haben unterschiedliche Fähigkeiten, tendieren dazu Teams zu bilden, die arbeitsteilig eine gemeinsame Aufgabe verfolgen.

Interaktion, Kooperation und Teambildung haben sich sozial bewährt, sie passen strukturell zum Gehirn. Es gibt eine hohe Parallelität zwischen neuronalen Netzen und sozialem Lernen.

Was wichtig wird: Schüler gleichen Alters können interagieren, kooperieren, mit Heterogenität umgehen und Respekt entwickeln.

"Respekt im Zeitalter der Ungleichheit"

"Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf." Warum organisieren wir nicht "das Dorf"? Neuronale Netze und soziale Netzwerke sind dann besonders hilfreich wenn sie in folgenden drei Kategorien "trainiert" werden:

  • Konnektivität
  • Verbindungsstärke
  • Verbindungshäufigkeit.

Denken wir an einen "Trampelpfad": je mehr Leute ihn benutzen, je öfter er gegangen wird um so breiter und erkennbarer wird der Weg. Bei Verboten wuchert er zu.

"Use it or loose it"

 

 Einen großen Dank an Prof. Heinz Schirp, Neurodidaktiker, Uni Münster!